Besorgt über die jedes Jahr wiederkehrenden Brände in bestimmten Gebieten des Bezirks Paphos zeigte sich am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur CNA der Direktor des Forstamtes, Savvas Iezekiel.
Anlass waren zwei Brände, die am Samstag in Lysos ausgebrochen waren. Nach Angaben von Iezekiel wurden dort zwei Brandherde festgestellt, die etwa 500 Meter voneinander entfernt lagen. Er äußerte die Einschätzung, dass es sich um absichtlich gelegte Brände gehandelt haben könnte.
Er brachte die jüngsten Vorfälle mit einer Reihe von Bränden in Verbindung, die in den vergangenen Jahren im Gebiet von Drouseia bis Prodromi sowie in Skoulli registriert wurden.
„Es kann nicht sein, dass wir von Drouseia bis Prodromi fünf Brände hintereinander haben“, sagte er. Auch in Skoulli habe es wiederholt Brände gegeben, nun seien zwei weitere Vorfälle in Lysos hinzugekommen.
„Dieses Phänomen in dem von mir beschriebenen ‘Dreieck’ tritt jedes Jahr auf. Warum geschieht das jedes Jahr? Es muss einen Grund dafür geben, und wir müssen ihn herausfinden“, betonte Iezekiel.
Er fügte hinzu, man dürfe sich nicht länger davor scheuen zu sagen, dass „in diesem Gebiet etwas nicht stimmt“. Ein einzelner Brand könne noch als zufälliger Vorfall betrachtet werden, nicht jedoch eine Serie größerer Brände, die sich Jahr für Jahr wiederhole.
Zur laufenden Untersuchung der Brände in Lysos erklärte er lediglich, dass „der Fall untersucht wird“ und er zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben machen wolle.
Der Direktor des Forstamtes warnte außerdem davor, dass trotz ständiger Appelle weiterhin schwere und vermeidbare Fehler gemacht würden. So würden Bürger etwa Werkzeuge benutzen, die Funken erzeugen und dadurch Brände auslösen können.
„Das Forstamt befindet sich wegen der Wetterbedingungen in voller Alarmbereitschaft“, sagte er.
Obwohl es in den Bergregionen geregnet habe und dort mildere Bedingungen herrschten, hätten die hohen Temperaturen in den tiefer gelegenen Gebieten, die über längere Zeit nahe 40 Grad lagen, die trockene Vegetation in ein „regelrechtes Pulverfass“ verwandelt.
Sollten die Einsatzkräfte aus irgendeinem Grund nicht rechtzeitig zu einem Brand gelangen, könne sich dieser sehr schnell zu einem Großereignis entwickeln.
Gleichzeitig dankte Iezekiel jenen Bürgern, die bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Bränden helfen. Der Schutz der Wälder, der Umwelt, der Häuser und der Berggemeinden sei eine gemeinsame Verantwortung.
Er würdigte außerdem ein Paar, das den Behörden Informationen geliefert hatte, die zur Festnahme von zwei Personen führten, die verdächtigt werden, einen Brand in einem Waldgebiet bei Kornos verursacht zu haben.
Was Ausflügler und Besucher der Wälder betrifft, erklärte Iezekiel, dass in den vergangenen Tagen keine Brände registriert worden seien, die von Picknick- oder Wandergebieten ausgegangen seien. Die Besucher hätten besondere Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein gezeigt.
Die Lage werde laufend über Forststationen überwacht, die unter anderem für Picknickplätze, Campingbereiche und Naturlehrpfade zuständig sind.
Zu den jüngsten Regenfällen in Gebieten wie Troodos, Platania, Saittas, Moniatis, Platres und in Richtung Kakopetria sagte er, dass diese in Verbindung mit niedrigeren Temperaturen eine positive Wirkung hätten.
Das bedeute jedoch nicht, dass die Brandgefahr vollständig verschwunden sei. Gewitter könnten von Blitzen begleitet werden.
Besonders verwies Iezekiel auf sogenannte „trockene Blitze“, also Blitzeinschläge in Gebieten, in denen gleichzeitig kein Regen fällt. In solchen Fällen könne unmittelbar ein großer Brand entstehen.
Seine abschließende Botschaft an die Öffentlichkeit lautete:
„Vorsicht – und nochmals Vorsicht.“




