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Rettungsschwimmer schlagen Alarm: „Es ist unverantwortlich, die Rettungstürme um 18:00 Uhr zu schließen“

Nach dem jüngsten Ertrinkungsfall im Raum Larnaka rückt erneut die Frage der Rettungsschwimmer-Abdeckung an Zyperns Stränden in den Mittelpunkt. Der Präsident des Pancyprischen Rettungsschwimmer-Verbandes, Polis Pallikaros, bezeichnete es als „unverantwortlich“, dass die Rettungstürme bereits um 18:00 Uhr schließen.

Im Gespräch mit der Sendung „Πρωινό Δρομολόγιο“ betonte Pallikaros, dass die Strände in den Monaten Juli, August und September von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang durch Rettungsschwimmer überwacht werden sollten. Menschenleben dürften nicht gegen Kosten aufgerechnet werden.

Er verwies auf die wichtige Arbeit der Rettungsschwimmer und nannte als Beispiel die Rettung einer Mutter und ihres Kindes in der Region Paphos, die dank des rechtzeitigen Eingreifens vor dem Ertrinken bewahrt werden konnten. Außerdem berichtete er von einem weiteren Vorfall, bei dem ein Rettungsschwimmer außerhalb seiner Dienstzeit am frühen Morgen alarmiert wurde und in der Coral Bay einen Badegast retten konnte.

Η ταχύτητα σκοτώνει

Ein weiterer ernster Zwischenfall ereignete sich in Limassol, wo Rettungsschwimmer einen 25-jährigen Mann aus Nepal erfolgreich aus dem Wasser retteten.

Nach den vorliegenden Informationen versuchte der junge Mann, von einem felsigen Bereich zurück ans Ufer zu schwimmen, obwohl er nur über begrenzte Schwimmkenntnisse verfügte und zunehmend an Kraft verlor. Als er zu sinken begann, geriet er in Panik und klammerte sich an seine in der Nähe befindliche Ehefrau, wodurch beide in Gefahr gerieten.

Die Rettungsschwimmer hatten bereits erkannt, dass der Mann ein schwacher Schwimmer war und sich an einer gefährlichen Stelle befand. Sie reagierten sofort und setzten ein Rettungsbrett ein. Auch anwesende Bürger eilten zu Hilfe. Der Mann konnte sicher auf das Brett gezogen und ans Ufer gebracht werden.

Nach der Rettung wurde er von den Rettungsschwimmern untersucht und erstversorgt. Eine weitere medizinische Behandlung oder der Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich.

Nach Angaben der Rettungseinheit von Limassol hätte der Vorfall ohne das schnelle Eingreifen der Rettungsschwimmer und die Hilfe der Bürger in einer mehrfachen Tragödie enden können.

Pallikaros wies zugleich erneut auf den Personalmangel hin. Eines der Hauptprobleme bestehe darin, dass Arbeitsverträge für Rettungsschwimmer häufig nur drei oder vier Monate umfassen. Dadurch sei es schwierig, ausreichend Personal zu gewinnen, da kaum jemand eine bestehende Beschäftigung für einen so kurzen Zeitraum aufgebe.

Seiner Ansicht nach sollten die Stellen mindestens acht Monate umfassen, um den Beruf attraktiver zu machen und eine bessere Abdeckung der Strände zu gewährleisten.

Die Rettungseinheit von Limassol ruft Badegäste dazu auf, schwierige oder felsige Bereiche zu meiden, wenn sie nicht über ausreichende Schwimmkenntnisse verfügen, und ihre Kräfte insbesondere bei Wind oder Strömung nicht zu überschätzen.

Im Notfall sollten Betroffene möglichst Ruhe bewahren, sofort um Hilfe rufen und sich nicht an Begleitpersonen festklammern, da dadurch mehrere Menschen gleichzeitig in Gefahr geraten können.

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